Sparkassen-Tourismusbarometer 2011: Kombination aus Stadt und Land gewinnt

Kooperieren statt konkurrieren ist das Motto der Stunde und Niedersachsen erreicht Platz vier bei den Übernachtungszahlen

01.06.2011 – SVN: Pressemitteilung Nr. 7/11

Der weltweite Aufschwung im Tourismus macht auch vor Niedersachsen nicht Halt. Die Zahl der Übernachtungen stieg im Vergleich zu 2009 um 2,4 Prozent auf 38,5 Millionen. Mehr Übernachtungen konnten nur Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verbuchen. Zu diesem Ergebnis kommt das Sparkassen-Tourismusbarometer, das der Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) heute zusammen mit dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwif) in Hannover vorstellt. In den vergangenen acht Jahren hat es sich zu einem wichtigen Gradmesser der Branche entwickelt.

Besonders die Regionen, deren Stärke in der Kombination aus ländlich und städtisch geprägten Gebieten liegen, profitierten 2010. Auch die Regionen Hannover/Hildesheim und Braunschweig konnten mit einem Wachstum von 6 Prozent zufrieden sein.

Der durchwachsene Sommer und der sehr kalte und lange Winter haben den Küstenregionen jedoch Nachfragerückgänge beschert. Insgesamt mussten gerade die beliebtesten Ferienregionen, die Nordseeküste sowie die Lüneburger Heide und der Harz gegenüber 2009 Übernachtungsrückgänge hinnehmen (-0,2 bzw. -1,1 Prozent). Die meisten niedersächsischen Reisegebiete konnten jedoch Zuwächse verbuchen, die größtenteils über dem bundesdeutschen Durchschnitt lagen. „Niedersachsen zieht an“, so Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen. Die Prognosen für 2011 sehen gut aus. „Bisher spielt das Wetter mit und die Feier- und Ferientage sind deutlich tourismusfreundlicher“, so Mang. Das Land sei attraktiver geworden und Gäste blieben im Schnitt länger als woanders: Niedersachsen liegt mit 3,2 Tagen pro Aufenthalt über dem Bundesdurchschnitt von 2,7 Tagen. Darüber hinaus presche das Land bei der Qualifizierungsoffensive und dem Ausbau von Tourismusbetrieben kräftig vor, so Mang.

Schwerpunkt: Organisation und Finanzierung

Als diesjährigen Schwerpunkt beleuchtet das Tourismusbarometer die größte Herausforderung der Branche – die Organisation und Finanzierung. Im Jahresbericht des Tourismusbarometers sind dazu Schnelltests für die Leistungsfähigkeit von Kommunen und Regionen zu finden. „Eine solide Finanzierung entscheidet über die Zukunftsfähigkeit des Tourismusstandortes Niedersachsen“, sagt Thomas Mang. Erstmals werden auch die touristisch bedingten Steuereinnahmeeffekte für ausgewählte Kommunen beziffert.

Strukturen schlecht – nicht genug Geld für Marketing

Bei der Organisation im Tourismus liege jedoch einiges im Argen, bemängelte dwif-Geschäftsführer Dr. Manfred Zeiner. Zu viele Organisationen unterhalb der regionalen Ebene kümmerten sich mit viel zu geringen Ressourcen um die Touristen, so Zeiner. Trotz oft ausreichender Budgets könne meist nur ein Viertel davon für operatives Marketing ausgegeben werden. Fast die Hälfte entfalle auf Personal- und Verwaltungskosten. Befragt wurden 128 regionale und 291 lokale Tourismusorganisationen nicht nur in Niedersachsen, sondern auch in anderen Bundesländern, wo das Tourismusbarometer durchgeführt wird.

Der Bericht gibt Anstoß zu mehr Kooperationen auf regionaler und lokaler Ebene, zu Aufgabenteilung und klarer Abgrenzung sowie für neue Formen einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit. Kooperieren statt konkurrieren sei das Motto der Stunde, so Mang. Auch gelte es zunächst die eigene Wirtschaftlichkeit der Organisationen zu verbessern, um dann vorhandene Finanzinstrumente auszuschöpfen und neue Fördermittel zu erschließen.

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