Sparkassen in Niedersachsen mit guten Ergebnissen

Regulierungsmaßnahmen statt Kundenbedürfnisse dominieren das Bankgeschäft

13.03.2012 – SVN: Pressemitteilung Nr. 03/12

„Die Sparkassen in Niedersachsen sind auf beiden Seiten der Bilanz im Jahr 2011 sehr erfolgreich gewesen“, sagte Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, vor der Presse in Hannover.

Die gesamten Einlagen von Privatkunden, Unternehmen und der öffentlichen Hand stiegen bei niedersächsischen Sparkassen in 2011 um 1,3 Mrd. Euro oder 2 Prozent auf knapp 65 Mrd. Euro. Mang stellte fest, dass das Anlageverhalten, bedingt durch ein niedriges Zinsniveau, kurzfristig orientiert sei. Die Spareinlagen stiegen um 1,3 Prozent auf 25,3 Mrd. Euro sowie die Sichteinlagen um 1,7 Prozent auf 28,6 Mrd. Euro. In diesem Zusammenhang wies der Präsident des Sparkassenverbandes auf einen erfreulichen Zuwachs bei den Termineinlagen mit annähernd 12 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro hin. Die Kunden der Sparkassen bevorzugten im Jahr 2011 einfache und sichere Produkte Die Geldvermögensbildung der Kunden der Sparkassen stellte sich im Jahr 2011 auf rund 800 Mio. Euro ein. Das Kundenwertpapiergeschäft sei nach Angaben von Mang hingegen im Jahr 2011 weniger gut gelaufen. Er führte dies auf eine Verunsicherung der Anleger sowie auf zunehmende regulatorische Maßnahmen zurück.

Im Jahr 2011 leisteten die Sparkassen einen wichtigen Beitrag, Investitionen in Niedersachsen zu ermöglichen. Mit einem Bestandsanstieg bei Unternehmenskrediten um 1,6 Prozent auf 32,5 Mrd. Euro kamen die Sparkassen einmal mehr ihrer Verantwortung als Mittelstandsfinanzierer Nummer eins nach. Infolge eines weiteren Rückzugs privater Anbieter aus diesem Markt verzeichneten die Sparkassen bei der Finanzierung der öffentlichen Hand deutliche Zuwächse. Eine boomende Nachfrage verspürten die Sparkassen in der Wohnungsbaufinanzierung. Der Bestand an privaten Wohnungsbaukrediten erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 26,1 Mrd. Euro.

Im originären Geschäft erzielten die Sparkassen in Niedersachsen im Jahr 2011 gute Ergebnisse. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg auf 1 Mrd. Euro und erreichte mit 1,12 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) wieder einen guten Wert. Ursächlich dafür waren ein Anstieg des Zinsüberschusses und des Provisionsüberschusses. Ausgelöst durch niedrigere IT-Kosten, sank der Verwaltungsaufwand bei den Sparkassen auf knapp 1,75 Mrd. Euro. Thomas Mang geht davon aus, dass die Kosten in diesem Bereich auch in Zukunft weiter reduziert werden können. Mang zeigte sich mit den Gesamtergebnissen aufgrund eines Jahresüberschusses von knapp 200 Mio. Euro zufrieden.

Angesichts der steigenden Regulierungsmaßnahmen und Verbraucherschutzbestimmungen wünschte sich der Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, dass sich die Sparkassen wieder stärker an den Bedürfnissen der Kunden orientieren können und ihre Geschäftspolitik nicht durch Regulierung dominiert werde. Seiner Ansicht nach sind „leider in vielen Fällen weder wirksame noch richtige Regulierungsmaßnahmen realisiert worden“. Er forderte eine Anerkennungskultur der mittelständischen deutschen Wirtschafts- und Finanzstrukturen.

Beim Verbraucherschutz seien seiner Auffassung nach „wieder stärker die Eigenverantwortung der Menschen und damit der mündige Verbraucher in den Mittelpunkt der Maßnahmen und Überlegungen zu stellen“.

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Michael Schier
Pressesprecher
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30159 Hannover

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