Vermögensbarometer 2015: Niedersachsen zufrieden mit ihren finanziellen Verhältnissen

Niedrigzinsphase bereitet Sorgen | Immobilien als Geldanlage besonders attraktiv

29.10.2015 – SVN: Pressemitteilung Nr. 9/15

Die niedersächsischen Verbraucher sind mit ihrer finanziellen Lage überdurchschnittlich zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt die regionale Auswertung des Vermögensbarometers 2015, die der Sparkassenverband Niedersachsen (SVN) beauftragt hat. Damit sind die Niedersachsen (60 Prozent) zufriedener als der Bundesdurchschnitt (56 Prozent).

Sicherheit wichtiger als Rendite

Sicherheit steht in Niedersachsen weiterhin hoch im Kurs: 45 Prozent der Befragten gaben an, dass dieser Faktor bei der Vermögensbildung für sie zu den drei wichtigsten Kriterien zähle. Damit liegt das Bedürfnis nach Sicherheit noch vor der Flexibilität (38 Prozent) und Verfügbarkeit der Geldanlage (32 Prozent). Eine hohe Rendite spielt auch in der Niedrigzinsphase für die Niedersachsen eine eher untergeordnete Rolle, lediglich für ein Viertel der Befragten ist die Rendite wichtig beim Vermögensaufbau.

Sparsamkeit und Zukunftssorgen

Auch wenn die Niedersachsen mit ihrer finanziellen Situation zufrieden sind – beim Geldausgeben bleiben sie vorsichtig. Lediglich sieben Prozent gaben an, ihr Konsumverhalten in den letzten 12 Monaten ausgeweitet zu haben. Das entspricht fast genau dem Bundesdurchschnitt. Die niedrigen Zinsen bereiten den Menschen in Niedersachsen wie auch im Bundesdurchschnitt die größten Sorgen. Für rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) stellt diese Entwicklung die größte Bedrohung dar (bundesweit 32 Prozent). Ihre Spareinlagen schätzen 42 Prozent der Niedersachsen hingegen nach wie vor als sicher ein. Damit liegen die Niedersachsen fünf Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

Immobilien als Geldanlage in der Niedrigzinsphase bevorzugt

Sachwerte spielen in der Niedrigzinsphase eine immer wichtigere Rolle. 44 Prozent der Niedersachsen halten eine Immobilie in dieser Phase für eine besonders geeignete Geldanlage. Mit dieser Einschätzung liegt das Bundesland ganze 9 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Die eigene Immobilie liegt in Niedersachsen damit unangefochten auf dem ersten Platz. Auch Aktien gelten als geeignetes Investment während der Niedrigzinsphase (bundesweit 36 Prozent; niedersachsenweit 33 Prozent). Größter Verlierer ist das traditionelle Sparbuch. Sowohl niedersachsen- als auch bundesweit klassifizieren 49 Prozent der Befragten diese Sparform als „nicht geeignet“, um die Niedrigzinsphase zu überbrücken. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Niedersachsen (62 Prozent) ist bereit, sich mit Wertpapieren auseinanderzusetzen. Beim Wissen über diese Anlageklasse haben aber sowohl die Niedersachsen als auch die übrigen Bundesbürger Nachholbedarf: Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, sich sehr gut mit Aktien, Anleihen, Fonds und anderen Wertpapieren auszukennen.

Altersvorsorge: Ein Viertel sorgt nicht vor

Zu wenig Geld, fehlende Beschäftigung oder das Vertrauen auf die gesetzliche Rente: Die Gründe für fehlende Altersvorsorge sind vielfältig. In Niedersachsen sorgen ganze 27 Prozent der Befragten nicht für das Alter vor und zeigen auch keine Neigung dazu. Damit liegen die Niedersachsen knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 29 Prozent.

Nach Ansicht von Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, ist die Politik aufgefordert, die Rahmenbedingungen für eine Wertpapierkultur als Baustein der Altersvorsorge verbraucherfreundlicher zu gestalten.

Niedersachsenweit wurden für das Vermögensbarometer 2015, Sonderauswertung Niedersachsen, im Juli und August 600 Verbraucher ab 14 Jahren in einer repräsentativen Umfrage durch die icon Wirtschafts- und Finanzmarktforschung befragt.

 
 

 

 

 

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