Sparkassen-Tourismusbarometer 2016: 70 Jahre Tourismus in Niedersachsen: Finanziellen Spielraum jetzt nutzen

Städte- und Küstenregionen in Niedersachsen liegen im Trend | Freizeitwirtschaft stärkt Wettbewerbsposition | Betriebswirtschaftliche Lage im Gastgewerbe verbessert sich | Stärkere Zielgruppenorientierung und fokussierte Gästeansprache erforderlich

01.06.2016 – SVN: Pressemitteilung 5/2016

Eine deutlich steigende Gästezufriedenheit, zum elften Mal in Folge mehr Übernachtungsgäste, zum zweiten Mal hintereinander mehr Übernachtungen und eine neues Rekordjahr 2015 mit 41,3 Millionen. Der Niedersachsen-Tourismus nimmt weiter Fahrt auf, stellte Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, bei der Vorstellung des Tourismusbarometers am Mittwoch in Hannover fest. Und dieser Trend scheint sich auch 2016 fortzusetzen. Allein in den ersten drei Monaten stieg die Zahl der Übernachtungen um 9,8 Prozent, wenngleich hier noch ein gewisser Ostereffekt mit enthalten ist.

Angesichts dieser Rekordzahlen dürften die Anstrengungen der Akteure allerdings nicht nachlassen: „Wir befinden uns in einem stetigen und vor allem zunehmenden Wettbewerb mit anderen Bundesländern“, betonte Mang. Er forderte die niedersächsischen Touristiker daher auf, „besser heute als morgen in wettbewerbsfähige Angebote zu investieren“.

Blick auf die Regionen

Der Niedersachsen-Tourismus verzeichnete im Jahr 2015 rund 886.000 Übernachtungen mehr als 2014, ein Plus von 2,2 Prozent (41,3 Millionen). Erfreulich: Praktisch alle niedersächsischen Regionen profitierten von diesem Trend. Neben den Städteregionen Braunschweiger Land (+105.000 Übernachtungen) und Hannover-Hildesheim (+210.000) waren es auch die Küstenregionen Nordseeküste mit Bremerhaven (+163.000) und die Ostfriesischen Inseln (+125.000), die erheblich zu Wachstum beitrugen.

Niedersächsische Freizeitwirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Wie sieht es bei der Freizeitwirtschaft aus? Die dwif-Consulting GmbH befragt im Auftrag des Sparkassenverbandes Niedersachsen die Freizeitwirtschaft („touristische Wetterstationen“) im Land. Diese erzielte 2015 trotz des dynamischen Vorjahres mit vielen Investitionen, Sonderausstellungen und Veranstaltungen sowie günstigen Witterungsbedingungen ein leichtes Besucherplus von 0,6 Prozent. Die vorderen Plätze belegten 2015 die Spielscheunen (+14,9 Prozent) sowie die Freizeit- und Erlebniseinrichtungen (+7,0 Prozent), während Freilichtmuseen/Besucherbergwerke mit -20,6 Prozent die höchsten Verluste verzeichneten.

Gastgewerbe: Niedersächsische Betriebe blicken optimistisch in die Zukunft

„Die Bilanzdaten zeigen: Der finanzielle Spielraum ist im Gastgewerbe da und bietet Platz für unternehmerische Tätigkeiten“, unterstrich Mang. Die Gewinnmargen entwickelten sich positiv und die Investitionstätigkeit steige wieder. Nur die Gastronomie könne diesem Trend derzeit nicht in allen Bereichen folgen, was auch mit der Einführung des Mindestlohns 2015 zusammenhängen dürfte. Dennoch wurden neue sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen (2015 gegenüber 2014: +5,0 Prozent).

Die Zielgruppenansprache der niedersächsischen Tourismusakteure

Rund 85 Prozent der im Rahmen einer Online-Umfrage des Sparkassen-Tourismusbarometers befragten Orte und Regionen in Niedersachsen haben ihre Zielgruppen strategisch definiert. Die Analysen des Sparkassen-Tourismusbarometers Niedersachen verdeutlichen, dass es bei der Zielgruppendefinition keinen Königsweg gibt. „Worauf es in der Praxis bei der Zielgruppenorientierung ankommt, ist eine pragmatische Vorgehensweise auf Basis des eigenen Bedarfs und des zur Verfügung stehenden Budgets“, fasst Dr. Manfred Zeiner, Geschäftsführer der dwif-Consulting GmbH zusammen.

Trotz der stark wachsenden Bedeutung onlinebasierter Kommunikation und digitaler Medien sind analoge Kommunikationskanäle nach wie vor relevant. Erfolgsentscheidend ist die richtige Mischung zwischen online und offline. „Die Chancen, die neue Medien auch in der Betreuung eines Gastes vor Ort bieten, werden bislang jedoch kaum genutzt“, so Zeiner weiter.

Klassische Werbebotschaften auszusenden, funktioniert heute im Tourismus nur noch sehr begrenzt. Es geht vielmehr darum, Geschichten zu erzählen, die das Urlaubsgefühl bereits vorab erlebbar machen. Authentische Botschafter für die Inspiration und Information, ob Einheimische oder Touristiker, sind gefragt.

Die Ergebnisse des Sparkassen-Tourismusbarometer zeigen auch, dass niedersächsische Touristiker ihre Gäste hauptsächlich vor der Reise ansprechen. Beim aktiven Gästedialog während und nach dem Urlaub besteht hingegen noch Ausbaupotenzial.
 


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