Sparkassen mit Geschäftsjahr 2017 zufrieden

Kunden schätzen Beratung und investieren in Wertpapiere | Provisionsertrag kompensiert Rückgang bei Zinserträgen | Kostenmanagement greift

06.03.2018 – SVN: Pressemitteilung Nr. 3/18

Die 43 Sparkassen in Niedersachsen haben sich 2017 erfolgreich im Markt behauptet. „Mit den Ergebnissen sind wir angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen zufrieden“, kommentiert Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, beim Bilanzpressegespräch in Hannover die Geschäftsergebnisse. Das Kreditgeschäft sei gewachsen, gleichzeitig vertrauten die Kunden den Sparkassen auch weiterhin ihre Einlagen an. Das Geschäftsmodell der Sparkassen gehe also auf. Auch die Beratung trage Früchte, denn die Kunden entdeckten vermehrt ihre Möglichkeiten im Wertpapiergeschäft, berichtet Thomas Mang weiter.

Der Bestand an Krediten mit Unternehmen und Selbstständigen konnte um 5,2 Prozent bzw. 2,0 Mrd. Euro auf 39,5 Mrd. Euro ausgeweitet werden. Auf der Neugeschäftsseite mit Unternehmen legten die Darlehenszusagen um 0,6 Prozent oder 53,7 Mio. Euro zu. Der Bestand an Krediten mit Privatkunden wuchs ebenfalls, und zwar um 2,1 Prozent, das entspricht 742 Mio. Euro, auf 35,4 Mrd. Euro. Die Kundeneinlagen verzeichnen einen Zuwachs von 3,8 Prozent oder 2,9 Mrd. Euro auf 78,6 Mrd. Euro. Das Wachstum ist vor allem auf die Sichteinlagen von Privatpersonen zurückzuführen. Im Kundenwertpapiergeschäft erzielten die Sparkassen einen positiven Nettoabsatz von 882,3 Mio. Euro und verzeichneten damit ein Plus von 23,1 Prozent ggü. dem Vorjahr. Die Umsätze stiegen um 16,4 Prozent. Im Fokus standen insbesondere Offene Immobilienfonds sowie Aktienfonds.

Auf der betriebswirtschaftlichen Seite sank der Zinsüberschuss nach 2,04 Prozent der DBS im Jahr 2016 auf 1,93 Prozent der DBS im Jahr 2017. Der Rückgang bei den Zinserträgen von 45,9 Mio. Euro wurde durch gestiegene Provisionen in Höhe von 69 Mio. Euro mehr als ausgeglichen. Der Provisionsüberschuss stieg von 0,67 Prozent der DBS im Vorjahr auf 0,72 Prozent der DBS. Der Verwaltungsaufwand konnte trotz steigender Kosten der Regulatorik sowie einer angespannten Wettbewerbssituation absolut um 28,1 Mio. Euro auf 1,84 Mrd. Euro gesenkt werden. In der Folge erzielten die niedersächsischen Sparkassen ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 903,5 Mio. Euro, das damit um 53,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert liegt. Das gebe den Sparkassen Raum, ihre Reserven auszubauen, um für die regulatorischen Anforderungen gerüstet zu sein, das eigene Geschäftsmodell zu stärken sowie die notwendigen Investitionen in die Digitalisierung vorzunehmen, so Thomas Mang.

Hinsichtlich der regulatorischen Anforderungen hofft der Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen weiterhin auf verursachergerechte und vernünftig ausgestaltete Vorgaben. Zur aktuell diskutierten Vergemeinschaftung der Einlagensicherung im Rahmen der Bankenunion weist er daraufhin, dass alle Sparer der EU seit zwei Jahren nach einheitlichen Standards geschützt seien und es somit bereits gemeinsame Regeln gebe, die jedes Mitgliedsland zunächst erfüllen müsse. „Risiko, Verantwortung und Haftung gehören zusammen,“ betont Mang nachdrücklich.
 

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Michael Schier
Pressesprecher
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30159 Hannover

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