Sparkassen in Niedersachsen mit guten Geschäften bei steigenden Belastungen

Kredite und Wertpapiere gefragt / Betriebsergebnis geht zurück

28.02.2019 – SVN: Pressemitteilung Nr. 2/19

Die 42 Sparkassen in Niedersachsen haben sich in einem herausfordernden Jahr 2018 gut geschlagen. Die Ergebnisse waren sogar „besser, als zu Anfang des Jahres erwartet“, resümierte Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen. Mang zeigte sich vor allem erfreut über das gut laufende Kreditgeschäft mit dem Mittelstand und den Privatkunden: „Hier profitieren die Kunden der Sparkassen von der Niedrigzinssituation.“

Die niedersächsischen Sparkassen machten Unternehmen und Selbstständigen im abgelaufenen Jahr Kreditzusagen in Höhe von 8,9 Mrd. Euro. Durch die gute Konstitution des Mittelstandes konnten die Sparkassen das Neugeschäft hier im Vergleich zu 2017 um fast 308 Mio. Euro (3,6 Prozent) steigern. Der Bestand an Krediten in diesem Bereich erhöhte sich damit um 4,6 Prozent bzw. 1,8 Mrd. Euro auf 41,3 Mrd. Euro.

Die Privatkunden der Sparkassen in Niedersachsen erfüllten sich in 2018 vermehrt den Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Mit 5,1 Mrd. Euro liegen die Darlehenszusagen 11,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Bestand an Krediten mit Privatkunden wuchs ebenfalls und zwar um 3,2 Prozent, das entspricht 1 Mrd. Euro, auf rund 33 Mrd. Euro.

Auch die Kundeneinlagen befanden sich weiter auf Wachstumskurs. Hier hatten die Sparkassen mit 3,9 Mrd. Euro (4,9 Prozent) einen Zuwachs auf nunmehr 82 Mrd. Euro. Das Gros der Einlagen bilden mit 65,4 Prozent die täglich fälligen Gelder.

Positiv entwickelt hat sich das Wertpapiergeschäft als Alternative zum Kontensparen. „Im Wertpapiergeschäft haben unsere Sparkassen dank engagierter und hochwertiger Beratung in 2018 erstmals einen Nettoabsatz von über 1 Mrd. Euro erzielt“, freute sich Mang über diesen Erfolg. Die Anlegerinnen und Anleger präferierten erneut Aktienfonds sowie Offene Immobilienfonds.

Auf der betriebswirtschaftlichen Seite sank, bedingt durch die andauernde Niedrigzinsphase, der Zinsüberschuss nach rund 2 Mrd. Euro (1,93 Prozent der DBS) im Jahr 2017 auf 1,9 Mrd. Euro (1,81 Prozent der DBS) im Jahr 2018. Den Rückgang bei den Zinserträgen von 56,4 Mio. Euro konnten die Sparkassen durch gestiegene Provisionserträge in Höhe von 20 Mio. Euro auf 756 Mio. Euro (0,71 Prozent der DBS) nicht vollständig ausgleichen. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 1,84 Mrd. Euro (1,73 Prozent der DBS) annähernd auf Vorjahresniveau.

Unter dem Strich erzielten die niedersächsischen Sparkassen ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 861 Mio. Euro (0,81 Prozent der DBS).

Als „Herausforderung für die gesamte deutsche Sparkassen-Finanzgruppe“ bezeichnete Thomas Mang die Stützung der NORD/LB. Aber auch als Zeichen dafür, wie handlungsfähig die Sparkassen-Finanzgruppe ist. Die Verbandsversammlung des Sparkassenverbandes Niedersachsen hat am 26. Februar 2019 einstimmig den Beschluss gefasst, dass sich die Sparkassen in Niedersachsen an der Auffanglösung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes bis zu einer Höhe von maximal rund 320 Mio. Euro beteiligen werden.

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