Sparkassen in Niedersachsen im Kreditgeschäft stark

28.08.2019 – SVN: Pressemitteilung Nr. 6/19

Die wirtschaftliche Lage in Niedersachsen ist trotz einer spürbaren Abkühlung der Weltwirtschaft und vermehrt schlechter Nachrichten zu den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie dem Brexit noch sehr robust. Bei den Sparkassen spiegelt sich das in einer weiterhin florierenden Kreditvergabe wider. Das Zinsgeschäft entwickelt sich auf Grund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Sorgenkind.

Kredite gefragt, Zinspolitik der EZB hinterlässt deutliche Spuren

An Unternehmen und Selbstständige haben die Sparkassen in Niedersachsen im ersten Halbjahr 2019 neue Kredite in Höhe von insgesamt 4,7 Mrd. Euro ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr konnten sie sich um 9,6 Prozent steigern, der Kreditbestand hat sich damit um 3,7 Prozent auf 43 Mrd. Euro erhöht. Privatpersonen, die am stärksten im Wohnungsbau investiert haben, haben Neuzusagen mit einem Volumen von 2,8 Mrd. Euro erhalten. In diesem Bereich haben die Sparkassen ihr Geschäft um 8,2 Prozent gesteigert und verzeichnen damit im Privatkundensektor eine Bestandsausweitung um 1,7 Prozent auf 33 Mrd. Euro.

Auch auf der Einlagenseite sind die Bestände weiter gewachsen auf nunmehr 85 Mrd. Euro. Das macht ein Wachstum von 2,2 Mrd. Euro aus, wobei das neue Geld überwiegend in die Sichteinlagen geflossen ist. „Diese Entwicklung bereitet uns große Sorgen“, kommentiert Thomas Mang, Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen, die aktuelle Situation. „Die Niedrigzinspolitik der EZB hinterlässt bei Kundinnen, Kunden und Sparkassen deutliche Spuren. Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gleicht die Diskussion über die Einführung von Negativzinsen fast schon einer Notwehrmaßnahme, um unserem eigentlichen Auftrag, nämlich der Kreditvergabe, weiter nachkommen zu können“, so Mang weiter. Die täglich fälligen Gelder machen mittlerweile zwei Drittel der gesamten Einlagen der Sparkassen in Niedersachsen aus. Das Wertpapiergeschäft erzielt nach einem herausragenden Jahr 2018 einen weiterhin guten Nettoabsatz von 500 Mio. Euro.

Kompensierung des sinkenden Zinsergebnisses nur schwer möglich

Die Geldpolitik der EZB macht sich auch in weiterhin sinkenden Zinserträgen bei den Sparkassen bemerkbar. Nach einem Zinsüberschuss in Höhe von 1,9 Mrd. Euro (1,81 % der DBS) in 2018 wird er 2019 bei etwa 1,8 Mrd. Euro (1,68 % der DBS) landen. Wie schon im vergangenen Jahr können die Sparkassen den Rückgang im Zinsüberschuss durch die Provisionserträge in Höhe von 780 Mio. Euro (0,71 % der DBS) nicht kompensieren. Insbesondere durch Investitionen für die Digitalisierung und eine weiterhin zunehmende Bankenabgabe steigt der Verwaltungsaufwand der niedersächsischen Sparkassen um 40 Mio. Euro auf 1,9 Mrd. Euro (1,70 % der DBS) leicht an. Nach aktuellem Stand erreichen die Sparkassen in Niedersachsen am Jahresende ein Betriebsergebnis vor Bewertung, das zwischen 700 und 750 Mio. Euro (0,70 % der DBS) liegt, nach 860 Mio. Euro (0,81 % der DBS) im Jahr 2018.

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