Sparkassen und Landwirtschaft einen viele Gemeinsamkeiten

Seit Generationen: lokales Engagement im globalen Wettbewerb

Banker und Bauern haben deutlich mehr Gesprächsstoff als Zinswende und Schweinezyklus. Verständnis füreinander schafft der regelmäßige Austausch, der beim Agrarforum des Sparkassenverbandes Niedersachsen und des Niedersächsischen Landvolks mittlerweile eine feste Tradition ist. Zum siebten Mal fand die Veranstaltung in Hannover statt, sie war erneut Besuchermagnet und hat dazu beigetragen, dass beide Seiten Einblick in die aktuellen Sorgen und Probleme der anderen bekommen.

Guido Mönnecke, Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Niedersachsen (SVN), eröffnete die Veranstaltung im Sparkassenforum in Hannover und hob auf die großen Schnittmengen zwischen Landwirten und Sparkassen ab: Beide sind lokal verankert, denken in Generationen, müssen sich aber zugleich im globalen Wettbewerb beweisen und mit volatilen Preisen leben.

Für den Mitveranstalter Norddeutsche Landesbank (NORD/LB) vermisste Vorstandsmitglied Christoph Schulz in seinem Schlusswort die kurze Haltbarkeit politischer Entscheidungen. Kritisch äußerte er sich auch dazu, dass wissenschaftsbasierte Meldungen weniger Aufmerksamkeit erhalten als fake news.

Gesellschaftliche und politische Debatten über Landwirtschaft verunsichern Landwirte, machte Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke in seiner Standortbestimmung deutlich. Schulte to Brinke sieht in widerstreitenden Interessen Gefahren für den wichtigen Agrarstandort Niedersachsen.

Christian Lips, Chefvolkswirt der NORD/LB, referierte über die Folgen von europäischer Finanzpolitik und Handelskriegen für Banken und Agrarwirtschaft. Von einer „Renaissance politischer Eingriffe“ sprach der Handelsexperte Dr. Klaus-Dieter Schumacher von der Beratungsfirma agri-consult. Das Wachstum der Weltbevölkerung, veränderte Ernährungsgewohnheiten sowie die zunehmende Verstädterung bezeichnete er als Megatrends auf den Agrarmärkten.

Den weltweiten Entwicklungen stellte der Kieler Agrarökonom Prof. Dr. Uwe Latacz-Lohmann die derzeitige Situation in Deutschland gegenüber. Sie mutet als unlösbarer Dauerkonflikt von Gesellschaft und Landwirtschaft an. Die Lösung sieht Latacz-Lohmann in der Veränderungsbereitschaft der modernen Landwirtschaft. Als letzter Referent stellte Horst Seide, Präsident des Fachverbandes Biogas, heraus, dass sich der Biogassektor Diskrepanzen zwischen gesellschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen gegenübersieht.
 

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