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Bargeldlos zahlen

Ein langer Weg zur Gründung des Sparkassen-Giroverbandes Hannover

01.11.1914

Sitz des Giroverbandes am Warmbüchenkamp 11A (Bild: Historisches Museum Hannover)
Sitz des Giroverbandes am Warmbüchenkamp 11A (Bild: Historisches Museum Hannover)

Die Idee des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist nicht neu, sie geht bis in das ausgehende Mittelalter zurück. Die Bezeichnung „Giro“ stammt vom italienischen giro bzw. girare, was „Kreislauf“ oder „kreisen lassen“ bedeutet.

Voraussetzung für dieses erste „Kreisen des Geldes“ war freilich, dass die Händler Konten bei Bankhäusern hatten. Das waren Geschäftsabläufe, in die nur Wenige eingeweiht waren und an denen ausschließlich vermögende Handelshäuser beteiligt waren und das blieb auch lange Zeit so.

Es erstaunt also nicht, dass einige Beharrlichkeit erforderlich war, bis der Giroverkehr zur alltäglichen Selbstverständlichkeit für Jedermann wurde. Auch in Hannover war einige Überredungskunst erforderlich, bis der Giroverkehr zur Alltagspraxis der Sparkassen wurde. Im Hannoverschen Sparkassenverband war es der Hildesheimer Stadtsyndikus Ludwig Götting der immer und immer wieder auf die Vorzüge des Giroverkehrs hinwies.

Werbung für den Giroverkehr

Götting war seit 1906 Geschäftsführer des deutschen Sparkassenverbandes und zeitweise auch stellvertretender Vorsitzender des Hannoverschen Sparkassenverbandes. Bei den Sparkassentagen, den jährlichen Versammlung der Verbandsmitglieder, fanden Göttings Darlegungen zum Giroverkehr zwar Gehör. Allerdings waren seine Zuhörer sowohl auf Seiten des Verbandes als auch auf Seiten der einzelnen Sparkassen eher zögerlich und skeptisch dieser Neuerung gegenüber.

Beim 25. Hannoverschen Sparkassentag am 20. November 1909 sprach der erwähnte Ludwig Götting zum Thema „Einführung eines Sparkassen-Giroverkehrs“ und versäumte nicht auf die Erfolge des Giroverkehrs in Sachsen hinzuweisen.

Dass der Giroverkehr zu diesem Zeitpunkt in Sparkassenkreisen in Niedersachsen noch weitestgehend unbekanntes Terrain war, zeigt sich daran, wie der Sparkassenrevisor Schöne in derselben Sitzung die praktischen Seiten dieser Transaktionen beleuchtete.

Schritt für Schritt legte er dar, wie eine beispielhafte Überweisung des Kunden Müller der Sparkasse Hildesheim über eine Abrechnungsstelle beim Geschäftsfreund Meyer, der bei der Sparkasse Göttingen ein Konto hat, gut geschrieben werden kann.

Entscheidung zur Gründung eines Giroverbandes

Es blieb jedoch nicht bei Erörterungen, vielmehr wurde der Entschluss gefasst, eine Abrechnungsstelle einzurichten, die den Giroverkehr zwischen den Sparkassen des Verbands abwickeln sollte.
Der Hannoversche Sparkassenverband verfolgte das Thema Giroverkehr weiter und versuchte Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen um die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zu vereinfachen. Als 1911 in Preußen das Zweckverbandsgesetz erlassen wurde, war die rechtliche Grundlage geschaffen, nun auch in der Provinz Hannover einen Giroverband zu gründen, wie das Jahre vorher schon in Sachsen der Fall war.

Im November 1914, nach einem jahrelangen Genehmigungsverfahren, konnte schließlich der niedersächsische Giroverband unter dem Namen „Sparkassen-Giroverband Hannover“ seine Arbeit aufnehmen. Dieser richtete zunächst die Sparkassen-Girozentrale Hannover ein, die die vormalige Abrechnungsstelle in der Sparkasse der Stadt Hannover ablöste.

Dieser „Giro-Ableger“ des Hannoverschen Sparkassenverbandes zog in die Geschäftsstelle des Sparkassenverbandes, die sich wiederum im Geschäftsgebäude der Hannoverschen Landschaftlichen Brandkasse, Am Warmbüchenkamp 11 A, befand.

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